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Gedanken zur Kommandeursberatung März 2016


Die gestrige Kommandeursberatung war ein Novum insofern, dass daran ein intensives Exerzieren und am Nachmittag sich ein Manöver anschlossen. Zum anderen fand die Beratung in Terezin (Theresienstadt) statt.
Diese Tatsache war wie ein Omen, denn meine Reminiszenz zu den letzten Jahren des Dreispitzes seit der Gedenkfeier in Wermsdorf zum
250. Jahrestag des Friedensschlusses zu Hubertusburg im Jahre 2013 fiel doch ein wenig kläglich aus. Die "fetten Jahre" der vielen Veranstaltungen waren definitiv vorbei. Um so mehr ist es unseren Kameraden von Le Noble und von IR Oranien-Nassau zu verdanken, dass sie hier in Deutschland in den letzten Jahren die Fahne hoch gehalten haben. Doch den Löwenanteil am Weitergedeihen des Dreispitzes trugen unsere Kameraden aus Tschechien und Polen. Und so ist es auch dieses Jahr.
Warum ist es nun so? Ich versuchte eine Erklärung zu finden.
2013 und auch noch 2014 waren die deutschen Gruppen wie "erschlagen" von den enorm vielen Veranstaltungen zwischen 2006 - 2013. Doch ab 2015 hätten sich die "Lebensgeister" ja wieder regen müssen. Ein wenig regten sie sich ja , aber eben doch sehr spärlich. Wir dürfen nicht vergessen, dass die Organisation einer Dreispitzveranstaltung in den letzten Jahren immer teurer geworden ist. Selbst die minimalste Bereitstellung von Vorraussetzungen, die man braucht um ein Feldlagers des Dreispitzes auszurichten, überschreitet mittlerweile die finanziellen Möglichkeiten einer einzelnen Gruppe. Ja und zu guter letzt hat sich die politische Situation hier in Deutschland in den letzten Monaten drastisch verändert. Ich kann mir vorstellen, dass die Ordungsämter nun nicht mehr so einfach Böllergenehmigungen und Aufmärsche mit aufgepflanztem Bajonett gestatten.
Was aber nun? Wie soll es mit dem Fortbestehen des Dreispitzes weitergehen? Verschwinden wir, die Bewahrer der Erinnerung an die Schlesischen Kriege, wieder in der Versenkung? Nein! Denn unsere tschechischen und polnischen Kameraden führen die Gedenkveranstaltungen weiter!!!
Ich weiß, der Weg zu Ihren Veranstaltungen ist weit, aber es ist doch die Möglichkeit, dass der Dreispitz nicht so sang- und klanglos verschwindet... Also warum meinte ich, dass die gestrige Kommandeursberatung in Terezin ein Omen war? Weil wir ALLE den Schwerpunkt unserer Veranstaltungen nach Tschechien bzw. Polen legen müssten. Und ich rufe vor allen Dingen die königlich-preußischen Regimenter auf die Veranstaltungen unserer Kameraden mit ihrer Anwesenheit zu unterstützen. Es wäre doch jammerschade, wenn der Dreispitz "sterben" würde, weil sieggewohnten Preußen kneifen!!!

An dieser Stelle auch unser Dank an unseren Gastgeber und sein Team für das schöne Ambiente, die gute Organisation, sowie die unerwartete Versorgung (Schwein und Bier)!
Ps. Dank auch an das IR 25 für die Schreibunterlagen zur Beratung.

Jutta Nestler
Sprecherin für Ö.A.

 

IG "Der Dreispitz" -Traditionsvereine des 18. Jahrhunderts-